Von der AU-KA-GE bis zu brillanten Auszeichnungen.

In 33 Jahren ist in Abscht viel passiert.

Wir schreiben den 27. Februar 1982. Nachdem in Aubstadt schon seit einigen Jahren unter dem Namen „AU-KA-GE“ der Fasching von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wurde, ist es nun endlich an der Zeit für einen eigenständigen Faschingsverein. 30 Mitglieder hoben den Verein aus der Taufe und sind ihm bis heute treu geblieben. Die Anfangsjahre waren sicherlich nicht leicht. Schließlich hatte der junge Verein nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch das Schicksal meinte es gut mit den Abschter Narren. Die Entwicklung im Dorf ermöglichte ein schnelles Wachstum. Die ersten Sitzungen der „AU-KA-GE“ wurden im Musik- und Sängerheim abgehalten. Nach Fertigstellung des Sportheims war schnell klar, dass der Fasching zukünftig dort sein zu Hause haben muss, denn bei steigenden Besucherzahlen drohte das Sängerheim bald aus allen Nähten zu platzen.

In der Session 1983/84 gab es den ersten „richtigen“ Orden. Bis dahin wurden die Orden in mühevoller Handarbeit selbst hergestellt. Die Beliebtheit der Fosenöchter wuchs und wuchs. So war die von der Gemeinde neu errichtete Turn- und Festhalle ein absoluter Glücksgriff für unseren Verein. 1987 konnte schließlich die erste Prunksitzung unter einem neuen Dach zelebriert werden. Die Fosenöchter wurden nicht müde und hatten stets den Anspruch, noch besser und professioneller zu werden. Der Verein mauserte sich vom Neuling zu einer echten Institution. Freundschaften und Partnerschaften wurden geknüpft und bestehen bis heute.

Nach langen Planungen konnte im Juli 1995 endlich die eigene Wagenbauhalle eingeweiht und bezogen werden. Bis dahin mussten die Wagen bei oft eisigen Temperaturen in diversen Scheunen gebaut werden. Die Wagenbauer von damals erzählen noch heute oft von Pinseln, die samt der Farbe am Wagen festfroren.

Dass die Fosenöchter auch über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus einen guten Ruf genießen, zeigte sich in der Session 1995/96. Die Auftaktsitzung der Föderation Europäischer Narren (FEN) wurde erstmals in Aubstadt ausgerichtet. Zweifelsohne ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. In der darauffolgenden Session 1996/97 wurde die „Abschter Narrenburg“ komplett überarbeitet, und die Besucher konnten in Aubstadt das beste und schönste Bühnenbild Unterfrankens bestaunen.

Natürlich musste auch der Wagen des Prinzenpaares optisch zur Bühne passen, und so konnte sich das Prinzenpaar der Session 1997/98 über einen nagelneuen Prinzenwagen freuen.

„Ehre wem Ehre gebührt“ heißt es jährlich, wenn verdiente Fosenöchter geehrt werden. Wolfgang Abschütz, von Beginn an ein echter Fosenöchter, erhielt im Jahr 2001 den ersten „Narr von Europa in Brillant“ der im Verein verliehen wurde.

Die Jahre vergingen und so war es 2010 an der Zeit für das inzwischen 3. Bühnenbild des Vereins. Wer es während einer Sitzung schon bestaunen konnte weiß, hier wurde geklotzt und nicht gekleckert. Neu war und ist nicht nur die Art wie es gebaut wurde, sondern vor allem die Technik die sich dahinter verbirgt. Neueste LED Technik und ein durchdachtes Design ermöglichen verschiedenste Effekte und Lichtstimmungen.

Am 12.02.2012 feierte wieder ein neuer Prinzenwagen seine Premiere während des Aubstädter Faschingszuges. Erstmals in der Vereinsgeschichte orientierte man sich beim Bau nicht am aktuellen Bühnenbild. Ein echtes Unikat, dass seinesgleichen sucht, wurde in unzähligen Arbeitsstunden erschaffen. Zwei riesige Löwen ziehen nun den Wagen des Prinzenpaares und lassen die Besucher eines Faschingszuges schon von weitem wissen: „Die Abschter Löwen sind los“.

Da es nicht nur in Aubstadt Narren gibt, die mit Leib und Seele und vor allem mehrere Jahrzehnte im Fasching aktiv sind, verlieh die FEN 2014 erstmals den neu eingeführten Orden „Narr von Europa in Brillant mit Krone“. Die Anforderungen für eine Verleihung sind hoch! Nicht weniger als 22 Jahre aktive Vereinstätigkeit und mindestens 6 Jahre als Träger des NVE in Brillant sind nötig, um für die höchste Auszeichnung in Frage zu kommen. Das Lebenswerk eines Fosenöchters soll mit diesem Orden geehrt werden. Ein Verein kann die Verleihung nur 1x alle 6 Jahre beantragen, was den hohen Stellenwert des Ordens widerspiegelt.

Es stand außer Frage, dass unser Gründungs- und Ehrenmitglied Wolfgang Abschütz in der Session 2014 als einer der ersten diese seltene Auszeichnung erhalten sollte.

Nach 33 aufregenden, schönen und närrischen Jahren ist die Geschichte der Abschter Fosenöchter keineswegs zu Ende. Um Nachwuchs braucht man sich in Abscht keine Sorgen zu machen und das perfekte Zusammenspiel zwischen den Generationen verspricht mindestens weitere 33 Fosenöchterjahre.